Dienstag, 26. September 2017

Anzeigen einer SQL Server 8KB Datenseite.


Im folgenden Beispiel wird Ihnen gezeigt wie in eine neu angelegte Tabelle ein Datensatz eingegeben wird und anschließend die zugehörige Datenseite die diese Information beinhaltet gesucht und angezeigt wird.

Viel Spaß


1. Öffnen Sie SSMS und legen Sie eine Datenbank DEMO an.

2. Legen Sie mit der nachfolgenden Anweisung die Tabelle zeigeSeite an.

-- lege Tabelle in Datenbank demo an.
CREATE TABLE zeigeSeite
(
       ID int identity(1,1) not null,
       Daten varchar(100) 
)

3. Führen Sie die nachfolgende Insertanweisung aus um den Datensatz mit den Daten ‚Robert Bossofski‘ hinzuzufügen.

-- schreibe Testdaten in die Tabelle
insert into zeigeSeite (daten) values('Robert Bossofski')


4.  Führen Sie die nachfolgende Select Anweisung aus um mit Hilfe der Dynamic Management View dm_db_database_page_allocations die zur Tabelle zeigeSeite zugehörigen Datenseiten anzuzeigen.

-- Suche die Datenseiten zu dieser Tabelle
select * from sys.dm_db_database_page_allocations(db_id('demo'),
object_id('zeigeSeite'),NULL,NULL,'DETAILED') where page_type = 1;

5. Merken Sie sich in der Ausgabe den Wert der Spalte allocated_page_page_id (in diesem Beispiel 384)


6. Setzen das Traceflag 3604 durch Ausführen der nachfolgenden Anweisung. Das Traceflag weist SQL Server an, die Ausgabe von Anweisung 7. direkt an den Client zu senden und dort anzuzeigen (also Management Studio).

DBCC TRACEON(3604);

7. Setzen Sie den gemerkten Wert aus allocated_page_page_id in die DBCCPAGE Anweisung (dritter Parameter) ein und führen Sie diese aus um den Inhalt der Datenseite anzuzeigen.

-- gemerkte Page ID einsetzen in dbcc page
-- Zeige die Inhalte der Datenseite 384 an
dbcc page('demo',1,384,3);


8. Betrachten Sie den Inhalt der Ausgabe und suchen Sie den Namen Robert Bossofski. AUsgabe müsste in etwa so aussehen wie unten.


Record Type = PRIMARY_RECORD        Record Attributes =  NULL_BITMAP VARIABLE_COLUMNS
Record Size = 31                   
Memory Dump @0x000000635899A060

0000000000000000:   30000800 01000000 02000001 001f0052 6f626572  0..............Rober

0000000000000014:   7420426f 73736f66 736b69                      t Bossofski

Dienstag, 19. September 2017

FIx Orphaned / verwaiste User in SQL Server

-- abgleichen der SID's zwischen User und Login
ALTER USER Username WITH LOGIN = LoginName


-- auflisten der verwaisten User
EXEC sp_change_users_login 'Report';


-- zugehöriges Login erstellen zu einem verwaisten User
EXEC sp_change_users_login 'Auto_Fix', 'Mary', NULL, 'B3r12-3x$098f6';


-- abgleichen der SID's zwischen User und Login
EXEC sp_change_users_login 'Update_One', 'MB-Sales', 'MaryB';


Mittwoch, 13. September 2017

Fehler SQL Server Setup. -Certificate could not be found-

Bei der Installation von SQL Server 2016 schlägt das Setup fehl.



Im Errorlog des SQL Servers findet man diese Meldung das irgendein Certificate nicht gefunden werden kann.

017-09-13 13:04:19.49 spid6s      The tempdb database has 1 data file(s).
2017-09-13 13:04:21.17 spid10s     Error: 17190, Severity: 16, State: 1.
2017-09-13 13:04:21.17 spid10s     Initializing the FallBack certificate failed with error code: 1, state: 20, error number: 0.
2017-09-13 13:04:21.17 spid10s     Unable to initialize SSL encryption because a valid certificate could not be found, and it is not possible to create a self-signed certificate.


Lösung:

SQL Server wurde hier in diesem Fall wahrscheinlich mit den vorgeschlagenen Dienstkonten des Setups installiert.

Deinstallieren Sie SQL Server und führen Sie den Diens mit einem eigenen Benutzerkonto oder aber mit LokalSystem aus.


Dienstag, 12. September 2017

SQL Server / Service Pack's / CU / RTM etc.

Immer wieder fragt man sich ... was ist eigentlich das aktuellste ServicePack zu SQL Server in der entsprechenden Version.

Neben den Servicepacks gibt es allerdings viele Bezeichnungen zu den einzelnen Paketen.
Dieser Artikel soll Licht ins Wirrwar bringen.

Hier erstmal ein Link wo es sehr transparent dargestellt wir welche Version welches Servicepack bietet.

https://sqlserverbuilds.blogspot.de/


Was bedeuteten die unterschiedlichsten Begrifflichkeiten bei Software Versionen, Servicepacks usw.

RTM = Release Tto Manufacturing also freigegeben zur Herstellung. EIne sogenannte RTM Version, ist demnach die fertige SOftware die an die Hersteller von Hardware, Entwicklern oder Vertrieblern verteilt wir, damit diese Ihre Produkte, Know How abstimmen können. Also im Prinzip die fertige Version von Sotware.

SP = servicePack

CU = Culmulative Update


Wichtige Links zu SSRS (SQL Server Reporting Services)

Mobile Report Publisher:

SQL Server Mobile Report Publisher erschienen mit SQL Server  2016:

https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=50400

SQL Server Data Tools (SSDT):

Die SQL Server Data Tools, können unter diesem Link heruntergeladen werden.
SSDT = Entwicklungsumgebung für Reports
https://docs.microsoft.com/de-de/sql/ssdt/download-sql-server-data-tools-ssdt


Microsoft® SQL Server® 2016-Berichts-Generator:

StandAlone Lösung zum entwerfen für Bereichte mit Office Tool Feeling.
https://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=53613

Was gibt's neues in Reporting Services 2016 für SQL Server 2016 ?

Was gibt's neues in Reporting Services 2016 für SQL Server 2016 ?

Hier der Link direkt zu Microsoft wo alles bereits bestens erklärt wurde:

https://docs.microsoft.com/de-de/sql/reporting-services/what-s-new-in-sql-server-reporting-services-ssrs

Wichtige Arbeitslinks für den MCT (Microsoft Certified Trainer):

Wichtige Arbeitslinks für den MCT (Microsoft Certified Trainer):


Folien und Arbeitsmaterialien:

Folien, Virtuelle Maschinen für die einzelnen MOC Kurse:
https://learningdownloadcenter.microsoft.com/

Download von Microsoft Software die im Rahmen der MCT Zertifizierung
von Microsoft freigeschaltet werden und zur Verfügung stehen:

Software:

Hier der NEUE Link zum Softwareportal welches den Download neuester und alter Microsoft Software ermöglicht:
https://my.visualstudio.com

Hier der Link zum früheren Softwareportal :
http://msdn.microsoft.com/en-us/subscriptions/Downloads/

Microsoft Labs Online:

Unter diesem Link kann der MCT die originalen Maschinen für die einzelnen MOC  Kurse REMOTE ausführen und nutzen:

https://moc.microsoftlabsonline.com


Begleitunterlagen für offizielle MOC Kurse:

Unter diesem Link findet man für jeden MOC Kurs die aktuellen Unterstützungsfiles, die bei jedem Kurs in Form von Beispielen und Lab Dateien zur Verfügung stehen:

https://www.microsoft.com/de-de/learning/companion-moc.aspx


MCT Member Site

Zentral Einstiegsseite für MCT's um Transskripte und das eigene MCT Profil zu verwalten

https://www.microsoft.com/learning/members/en/us/mct/mct-default.aspx


MCT Central

MCT Community

http://www.mct-central.com



Sonntag, 10. September 2017

Wie funktioniert Sembalu??????

Wie funktioniert Sembalu??????


http://www.sembalu.com ist ein Seminarvermittlungsservice für IT-Seminare!

Anbieter von Seminaren stellen kostenlos ihr Seminarangebot auf sembalu.com.

Davon profitieren die Seminarteilnehmer bzw. die Seminarsuchenden z.B. eines SQL Server Seminars in Ihrer Umgebung zum günstigen Preis.

Durch die Bündelung der Anbieter stehen dem eigentlichen Teilnehmer des Seminars ein umfangreiches Angebot zur Verfügung welches andernfalls mühsam im Internet zusammengesucht werden muss.




Freitag, 1. September 2017

Wie zeige ich mir die laufenden Prozesse des IIS (Internet Information Service) an?

Die laufenden Prozesse zeigt man sich wie folgt mit dem Dienstprogramm APPCMD an.

1. Wechseln Sie auf dem Rechner wo IHr IIS läuft in das Verzeichnis c:\windows\system32\inetsrv\

2. Starten SIe die Kommadozeile (cmd) 

3. Geben Sie im Konsolenfenster den Befehl appcmd list wp ein.

Es werden Ihnen auf diese Art und weise die laufenden w3wp.exe Prozesse mit ihren ID's angezeigt.


Wozu ist das gut?


Wenn man sich zum Beispiel mittels Visual Studio zwecks Debugging einer Webanwendung die auf dem IIS läuft an den Prozess anhängen muss. Hierzu benötigt man die aktuelle ProzessID um den Prozess eindeutig identifizieren zu können da ggf. mehrere Webanwendungsprozesse gleichzeitig laufen.

Online lernen

Microsoft Virtual Academy:

Eine Menge kostenloser Online Seminare zu den unterschiedlichsten IT-Technologien

https://mva.microsoft.com/

Microsoft Lernportal:

Infos und Hinweise zu Training's, Leistungen, Zertifizierungen

https://www.microsoft.com/de-de/learning/default.aspx

kostenlose Microsoft eBooks

Microsoft bietet unter den folgenden Links eine ganze Palette von kostenlosen eBooks und Infomaterialien zu den unterschiedlichsten IT-Themen an.

Microsoft eBooks Teil2

Microsoft eBooks Teil1

NUMA und SMP / Unterschied


SMP (Symmetric Multiprocessing) und  Numa (Non Uniform Memory Access) beschreiben kurzerhand Technologien wie ein Prozessor mt seinem Speicher dem RAM (Random Access Memory) umgeht.

SMP Symetric Multiprocessing

Alle Prozessoren greifen auf ein und denselben Speicher (RAM) zu und teilen sich diesen.
Ein Computer arbeitet seine Befehle über den Prozessor ab.  Hierzu werden Werte in den RAM geladen und über den Prozessor dann entsprechend abgearbeitet und in den RAM zurückgeschrieben. Nun liegt es nahe zu meinen, das je mehr Prozessoren einem System hinzugefügt werden, umso schneller der Rechner arbeitet. Dies ist auch so bis zu einer Anzahl von acht Prozessoren. Dann erweist sich der RAM schnell als der Flaschenhals der die Prozessoren untereinander ausbremst. Man kann sich das so vorstellen, dass alle Prozessoren versuchen auf den Speicher zuzugreifen und zu schreiben und zu lesen. Je mehr Prozessoren darauf zugreifen wollen, umso größer ist der Overhead an Sperren (Latches) und Daten die über den Memory ausgetauscht werden. Insbesondere ist hier der Memory Bus gemeint. Es erfolgt ein nicht optimales Arbeiten und es entsteht ein sogenanntes Bootlenack (Flashenhals).  Das heißt die Prozessoren können nicht mehr optimal gemäß ihrer Leistung arbeiten da sie einfach zu lange warten müssen um auf den Memory zuzugreifen.

Die Lösung des Problems:


NUMA (Non Uniform Memory Access)


Jeder im System befindliche Prozessor besitzt seinen eigenen Speicherbereich.

Multitasking, wie macht’s SQL Server?

Autor: Michael R. Friebel

SQL Server muss eine Menge an Aufgaben, auch Tasks genannt, möglichst schnell erledigen. Es handelt sich hierbei um Systemtasks die die Funktionalität von SQL Server sichern und um Tasks die die SQL Server Requests, also die SQL Anfragen und Befehle der Benutzer abarbeiten.
Damit eine Task abgearbeitet werden kann, benötigt sie Prozessorzeit, denn letztendlich ist der Prozessor die Kern-Hardwarekomponente die dies ermöglicht.

Auf Grund der Vielzahl von Tasks in SQL Server ist es nicht möglich, dass der Prozessor eine Task abarbeitet und dieser so lange Prozessorzeit gibt, bis diese irgendwann einmal fertig ist egal wie lange diese läuft. Würde eine Task demnach 1 Stunde Zeit benötigen, würden die nach diesem Prinzip folgenden anderen Tasks, so lange warten müssen, bis sie an die Reihe kämen. Auf diese Art und Weise wäre es nicht möglich, gleichzeitig an einer Datenbank zu arbeiten. Es wird also ein Mechanismus benötigt, der es ermöglicht alle Tasks parallel auszuführen.

Um alle Tasks abzuarbeiten und jeder Task die Möglichkeit zu geben, abgearbeitet zu werden, wird jede Task in kurzen Abständen aufgrufen und erhält einen kleinen Moment Prozessorzeit. Bei SQL Server ist dieser Zeitraum genau 4 Millisekunden lang und wird als Quantum bezeichnet. Der Status einer gerade aktiven Task (Task hat Prozessoreit) ist in diesem Moment running.

Wenn es die Task in diesem Zeitraum nicht schafft ihre Aufgabe zu erledigen, wird sie abgebrochen und in einer Liste Namens Runnable List  am unteren Ende eingefügt, sowie als nicht fertig mit dem Status (runnable) markiert. Ebenfalls werden neue Tasks, die abgearbeitet werden müssen, am unteren Ende der Runnable List direkt mit dem Status runnable eingefügt. 

Die Runnable List arbeitet nach dem FIFO (First in First out) Prinzip. Task’s die zuerst eingeordnet werden erhalten demnach zuerst erneute Prozessorzeit indem sie innerhalb der Liste durch neue hinzugefügte Task‘s nach oben rutschen.  Da in diesem Zustand die Task immer noch auf Prozessorzeit wartet spricht man von einem Signal Wait.

Task‘s die während ihrer aktiven Abarbeitung (also im Status running)  auf eine Ressource zugreifen wollen, die gerade von einem anderen Prozess blockiert wurde, werden ebenfalls sofort abgebrochen und in eine weitere Liste der sogenannten Waiter List mit dem Status suspended eingefügt. Hier spricht man von einem Resource Wait.

Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Task einen Datensatz in einer Tabelle verändern möchte, dies aber nicht darf, da eine andere Task diese Datenzeile ebenfalls ändern möchte und diese für diesen Vorgang  gesperrt hat.

Wie kommt eine Task aus der Waiter List wieder heraus?

Wenn eine Task, die eine bestimmte Ressource gesperrt hat, diese wieder freigibt, da die Sperre nicht mehr benötigt wird, checkt sie die Waiter List nach Tasks die auf diese Ressource gewartet haben und die deshalb ja in der Waiter List stehen.

Diese Tasks, werden jetzt aus der Waiter List entfernt und mit dem Status runnable in die Runnable List wie zuvor beschrieben (FIFO) eingereiht. Der Versuch der Abarbeitung beginnt erneut wenn diese an die Reihe kommt.

Das ist der Kreislauf nach dessen Muster Tasks in SQL Server abgearbeitet werden. Man bezeichnet dies auch als Non-Preemptive Scheduling. Und meint damit das jeder Task unabhängig ob sie fertig ist oder nicht nur ein kleines Quantum Prozessorzeit eingeräumt wird. Schafft sie es nicht in diesem Zeitraum wird sie abgebrochen. Schafft sie es dann umso besser.
Es gibt auch noch das sogenannte Preemptive Scheduling. Das meint, das jeder Task eine gewisse Priorität, je nachdem wie wichtig sie ist eingeräumt wird. Anhand dieser Priorität wird der Task mehr oder weniger Prozessorzeit eingeräumt.

Windows selbst arbeitet mit dem Preemptiven Scheduling SQL Server allerdings NICHT!
Egal ob Non-Preemptive Scheduling  oder Preemptives Scheduling. Dadurch das jede Task in kurzen Zyklen Prozesssorzeit erhält entsteht die Illusion das alle Tasks gleichzeitig abgearbeitet werden.

Wait’s

Ein Wait ist der Zustand in dem sich eine Task befindet wenn sie auf irgend etwas wartet.
Es gibt es zwei grundsätzliche Wait Typen Kategorien. Die Signal Waits und die Ressource Waits. Wenn eine Task sich in der Runnable List befindet und den Status Runnable hat wartet sie auf CPU Zeit. Es handelt es sich in diesem Fall um einen Signal Wait.
Eine Task die sich in der Waiter List befindet und den Status Suspended hat, wartet auf eine Ressource. Dies wird als Ressource Wait bezeichnet. 

Wait Typen

Für jede Task die nicht läuft, zeichnet das SQL Server OS (Operating System) Informationen über die Länge der Wartezeit und  die eigentliche Ursache auf. Wartegründe für eine Task kann es viele geben. Diese unterschiedlichen Arten werden klassifiziert und man nennt diese dann Wait Types (Wartetypen). Ein Wait Type gibt klar Auskunft warum bzw. worauf eine Task wartet.
Damit die einzelnen Waits unterschieden werden können gibt es unterschiedliche Bezeichnungen für diese Wait Typen.
LCK_****


Diese Informationen werden für gerade aktuelle jedoch nicht laufende Tasks aufgezeichnet und es werden auch Gesamtinformationen über aktuell relevante Wait Typen aufsummiert. 

Diese aufgezeichneten Gesamtinformationen bezeichnet man als wait statistics (Wartestatistiken) oder wait stats. Damit wird ersichtlich, welche Wait Typen wieviel Zeit in Anspruch genommen haben und wie häufig diese aufgetreten sind.


Um diese wartenden Tasks bzw. die Informationen dazu einzusehen, gibt es mehrere Dynamic Management Views (DMV‘s).

Name der DMV
Beschreibung
sys.dm_os_wait_stats
Alle relevanten Waittypen mit der bisherigen aufsummierten Häufigkeit (waiting_tasks_count), Dauer (wait_time_ms) der Maximalen Wartezeit (max_wait_time_ms) und der summierten Signal Waittime (signal_ wait_time_ms). Also anders gesagt, finden Sie hier die Werte wie oft ein Waittype vorgekommen ist und wie groß die summierte Gesamtzeit ist, die für diesen Waittype angefallen ist. Ebenso wird die längste Wartezeit und die summierte Wartezeit in der Runnable Liste angezeigt.
sys.dm_os_waiting_tasks
Zeigt die Waiter List in Echtzeit an. Hier finden Sie alle Tasks, die gerade auf eine Ressource warten. Auch hier finden Sie den Wait Type (wait_type), Die aktuelle Wartedauer (wait_duration_ms) und die Session ID (session_id) zu der der Wait gehört.
sys.dm_exec_session_wait_stats
Zeigt Ihnen die gleichen Informationen wie in sys.dm_os_wait_stats allerdings nur für gerade Active Sessions. Diese Management View wurde erst mit der Version SQL Server 2016 eingeführt.


Optimierung durch Beobachtung von Waits?

Die Frage die man sich nun stellt, wie kann ich denn jetzt SQL Server auf Basis von Waits optimieren?

Zunächst muss auf jeden Fall erst einmal gesagt werden, das Waits etwas völlig normales sind. Wenn man Waits beobachtet und sich die unterschiedlichsten Waits Typen ansieht, gehört dies grundsätzlich erst einmal zum normalen Arbeitsablauf von SQL Server.

Problematisch wird das Ganze erst, wenn Waits des gleichen Typ’s sehr häufig vorkommen und übermäßig viel Zeit in Anspruch nehmen. Zum Beispiel kann es auf ein Problem hindeuten, wenn sehr viele Waits eines bestimmten Typs auftreten und in der Summe auch viel Zeit benötigen. 

Dies deutet daraufhin, das Tasks auf bestimmte Vorgänge warten müssen. Zum Beispiel langwieriges schreiben in das Logfile oder warten auf Sperren die durch andere Datenänderungen von anderen Sessions gesetzt wurden.


SQL Server Session und Connections. Was ist der Unterschied?

Autor: Michael R. Friebel

Vielfach wird in Unternehmen unter Administratoren häufig der Begriff Session aber auch der Begriff Connection verwendet. Gemeint ist damit eigentlich immer die konkrete Verbindung zwischen Client und SQL Server. Es gibt aber einen Unterschied zwischen Connection und Session und diesen sollte man kennen, da viele Systeminformationen sich darauf beziehen.

Machen wir es kurz um den wesentlichen Unterschied hier herauszustellen.

Eine Connection meint immer die eigentliche physische Verbindung zwischen Client und SQL Server. Eine Session ist der Vorgang im SQL Server in dessen Kontext die entsprechenden Aufgaben erledigt werden. Eine Session ist quasi der gekapselte reservierte Bereich der mittels der sogenannten Session ID identifiziert wird in dem gearbeitet wird.

Eine Benutzerconnection ist demnach mit einer Session verbunden. Es gibt aber auch Sessions die keine Connection besitzen und das sind z.B. SQL Server interne Sessions. Diese benötigen keine Connection zu irgend jemanden.  

Machen wir den Test.

Mit dem Kommando  select * from sys.dm_exec_connections listen wir alle Connections auf und mit dem Kommando  select * from sys.dm_exec_sessions alle Sessions. 

Demzufolge kann über die Spalte session_id auch ein Join zwischen beiden Management Views gebildet werden um alle Connection’s mit ihrer zugehörigen Session anzuzeigen.

select * from sys.dm_exec_connections c inner join sys.dm_exec_sessions s on (c.session_id = s.session_id)


In der Regel gibt es zu jeder Connection meistens eine Session. 

Es ist aber auch möglich, das zu einer Connection mehrere Sessions existieren. Eine Connection kann dann eben mehrere Sessions öffnen und damit arbeiten. Diese Möglichkeit besteht zum Beispiel bei MARS (Multiple Active Recordset),  gehört aber nicht zum Thema dieses Buches.


Sharepoint 2013 HostedNamed Websitesammlungen

Anlegen von Websitesammlungen mit eigenem Hostnamen.


Hosted Named Websitesammlungen ermöglichen es einer Websitesammlung eine eigene Url zuzuweisen. Die Websitesammlung selbst kann dann nur unter diese eigenen URL aufgerufen werden.
Demzufolge ist es möglich eine Websitesammlung unter einem eigenen nur für Sie bestimmten Hostheader anzulegen.


Die bisherigen weit verbreiteten sogenannten Pfadbasierten Websitesammlungen bieten lediglich die Möglichkeit unter einem gemeinsamen Hostheader und einem zugehörigen verwalteten Pfad unterschiedliche Websitesammlungen anzulegen. Das sieht dann so aus.


Leider können diese HostedNamed Websitesammlungen nur via Powershell und nicht über die Weboberfläche der Zentraladministration angelegt werden.

Folgende 5 Schritte müssen hierzu beachtet werden.


1. Anlegen einer Webanwendung

Erstellen Sie eine Webanwendung. Dieser Schritt kann auch noch über die Zentraladministration erfolgen.


2. Anlegen einer zugehörigen Websitesammlung höchster Ebene

Erstellen Sie in dieser Webanwendung eine Websitesammlung auf höchster Ebene. Auch dieser Schritt kann noch über die Zentraladministration von Sharepoint vorgenommen werden. Eine korrekte Websitesammlung auf höchster Ebene erkennen Sie unter anderem daran, dass diese unter der gleichen Url aufrufbar ist wie die Webanwendung selbst.


3. Anlegen der eigentlichen HostedNamed Websitesammlung(en).

Wenn Sie diese vorbereitenden Arbeiten durchgeführt haben, dann können Sie mit der Erstellung der HostedNamed Websitesammlung starten. Dieser Schritt ist nicht mehr über die Zentraladministration durchführbar.
Um jetzt die HostedNames Websitesammlung anzulegen, benötigen Sie das Powershell Cmdlet New-SPSite. Hier kommt der zusätzliche Parameter -HostHeaderWebApplication zum Einsatz.

New-SPSite 'http://sales.sqlxpert.de' -HostHeaderWebApplication 'http://sharepoint' -Name 'Sales' -Description 'Portal der Abteilung Sales' -OwnerAlias 'sqlxpert\administrator' -language 1031 -Template 'STS#0'

Erklärung der im Befehl verwendeten Parameter mit Beschreibung:

Dies ist die Url unter der die Websitesammlung zukünftig erreichbar sein soll.
Der Name der zuvor angelegten Webanwendung die die Websitesammlung enthält

Sales
Der Titel

Portal der Abteilung Sales
Beschreibung

sqlxpert\administrator
Hier legen Sie den Besitzer der Websitesammlung fest. Dies sollte möglichst das Konto sein mit dem Sie sich anschließend auch anmelden möchten um alles weitere zu konfigurieren damit Sie sofort Zugriff darauf haben.

1031
Der Sprachcode steht hier für deutsch

STS#0
Vorlage der Website oberster Ebene innerhalb der Websitesammlung. Hier ist die Teamsite gemeint.

4. Anlegen eines A-Records im DNS

Im nächsten Schritt muss sichergestellt werden, das ein A-Record für Beispiel sales.sqlxpert.de im DNS angelegt wird. Dieser muss auf die IP Adresse des Sharepoint Servers (Web Front-End Server) zeigen.


5. Anlegen der korrekten Bindung im IIS

Für die aktuelle Webanwendung die die entsprechende HostedNamed Websitesammlung enthält muss die Bindung überprüft bzw. eingestellt werden um sicherzustellen, dass die Webanwendung den Request von http://sales.sqlxpert.de überhaupt erhält. Diese Einstellung nehmen Sie unter Bindungen in der ISS Verwaltungskonsole vor.

Weiterführende Links:

Was ist SharePoint? Kurz erklärt für Führungskräfte.

Hier der Link zum offiziellen Youtube Video